Rhododendron

Der Rhododendron gehört zur Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae), von denen es über 1000 verschiedene Arten gibt. Der ungewöhnliche Name des Zierstrauchs setzt sich aus zwei Wörtern der griechischen Sprache zusammen: Rhodon=Rose, dendron=Baum. Den Rhododendron gibt es sowohl als Zwergstrauch mit einer Wuchshöhe von 15cm als auch als 20 Meter hohen Baum. Der Rhododendron wächst sehr langsam und ist recht anspruchsvoll. Er mag kalkfreie, humusreiche und lockere Erde, die gleichmäßig feucht gehalten werden muss. Das regelmäßige Düngen im Frühjahr belohnt er mit reicher Blüte. 

Standort und Pflanzung  

Der Rhododendron wächst am besten im lichten Schatten unter Bäumen. Er mag keine pralle Mittagssonne. Ist der Standort für die neue Pflanze bestimmt, muss der Wurzelballen gewässert werden. Dafür eignet sich ein großer Eimer, bei größeren Wurzelballen ein Trog oder ein Speisfass. Der Wurzelballen sollte so lange getaucht werden, bis keine Luftbläschen mehr aufsteigen. Das Pflanzloch sollte drei- bis viermal so breit wie der Ballen sein und genauso tief wie der Ballen selbst. Für einen optimalen pH-Wert sollte die Gartenerde mit Torf gemischt werden. Der Torfanteil sollte zwischen 50 und 70 Prozent liegen. Ganz ohne Torf kommt man aus, wenn man getrocknete Kuhfladen oder Pferdemist zur Verfügung hat. Das Pflanzloch mit Erde füllen bis zum Ballenrand, nicht zu hoch, leicht antreten und wässern.  

Tipp zu Wässern:  

Wie an anderer Stelle erwähnt, liebt der Rhododendron kalkfreie Böden. Aus diesem Grund sollte der Rhododendron niemals mit Leitungswasser gewässert werden, sondern ausschließlich mit Regenwasser.  

Tipp für Neueinsteiger: 

Gegen eine Gebühr von 2€ plus Versandkosten (bei einer Mitgliedschaft kostenfrei) kann bei der Deutschen Rhododendron-Gesellschaft e.V. (DRG) eine 16-seitige Broschüre bestellt werden, die wichtige Tipps zur Pflanzung und Pflege von Rhododendron und Azaleen beinhaltet. Dazu müssen Sie das Kontaktformular auf der Seite der DRG ausfüllen und die Broschüre per E-Mail bestellen. 

Die Blütezeit des Rhododendrons 

Wer an einen blühenden Rhododendron denkt, dem kommt der Monat Mai in den Sinn. Doch durch erfolgreiche Züchtung wurde es ermöglicht, dass spezielle Arten ab März bis in den Oktober ihre Blütenpracht zeigen können. Das ist allerdings sehr von der jeweiligen Witterung abhängig.  Neben der klassischen weißen- bis rosafarbigen Blüte blüht der Rhododendron Azurika violett und der Rhododendron Nova Zembla in sattem Rot. 

rhododendron Zierstrauch

Es gibt den Unterschied schon  

Immer wieder passiert es, dass Azaleen und Rhododendren gleichgesetzt werden. Selbst im Fachhandel gibt es Azaleen- und Rhododendron-Erde in einem Beutel zu kaufen. Obwohl sich diese Pflanzen sehr ähnlich sehen, gibt es einen erheblichen Unterschied. Alle Azaleen verlieren im Winter ihr Laub und der Rhododendron in der Regel nicht. Er ist auch im Winter grün. Die Azalee ist in ihrem Aufbau viel filigraner und manche Züchtungen eignen sich sogar als Zimmerpflanzen, der Rhododendron aber nicht. Er ist grundsätzlich im Freiland zuhause. Welche Blütenpracht in den Garten kommt, bleibt eine Frage des persönlichen Geschmacks. Das Farbspektrum der Azaleen mit weißer, rosa, gelber, oranger oder roter Blüte ist genauso facettenreich wie die Blütenvielfalt der über 1000 Rhododendronarten.  

Rhododendron vermehren 

Ohne eine entsprechende technische Ausstattung, die auch den Besitz eines Gewächshauses voraussetzt, ist die Vermehrung des Rhododendrons durch Stecklinge eine schwierige Angelegenheit. Aber für den ambitionierten Hobbygärtner eignet sich die Vermehrung durch bodennahe, abgeschnittene Triebe, die auf der unteren Seite zu entlauben sind.  

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