Blauschwingel

Der blaugraue Blauschwingel (Festuca glauca) kommt ursprünglich aus Südfrankreich und gehört zur Familie der Süßgräser. Der Blauschwingel ist sehr forstfest und ausgesprochen pflegeleicht. Der fast kugelförmige Wuchs ist sehr dekorativ. Der Blauschwingel wird bis zu 30cm hoch und ungefähr 25cm breit. Zur Gattung Festuca gehören 300 bis 400 verschiedene laubabwerfende und immergrüne Staudenarten. Für außergewöhnliche Farbakzente sorgen seine blaugrünen Grashalme. Daher ist er ein idealer Kandidat für unterschiedliche Steingartenkonzepte und hat auch Einzug in jede Friedhofsgärtnerei gehalten.  

Der ideale Standort 

Der Blauschwingel liebt kargen und nährstoffarmen Boden. Wird der Boden nach der Zusetzung von Kalk pH-neutral, fühlt sich der Blauschwingel besonders wohl. Aufgrund seiner Herkunft liebt er die Sonne. Im Halbschatten kann es vorkommen, dass er seine blaue Farbe verliert und langweilig grün aussieht. Im Freiland ausgesetzt, benötigt er weder Dünger noch Gießwasser, dafür aber am liebsten dauerhafte Sonne und trockenes Wetter.  

Die Vermehrung des Blauschwingels 

In den Rispen bilden sich nach der Blüte viele kleine Karyopsen als Samenbestände aus. Deshalb reichen ein oder zwei windige Böen aus und der Blauschwingel wird im nächsten Jahr überall im Garten zu finden sein. Am besten vermehrt man den Blauschwingel, wenn man die Pflanze ausgräbt und den Horst mit einem Spaten oder einem scharfen Messer teilt und die Teilstücke anschließend wieder zurück ins Beet setzt. 

Beliebte Sorten für den Garten 

  1. Intense Blue, ca. 40cm hoch, metallisch blaue Halme
  2. Elijah Blue, ca. 25cm hoch, silbrig blaue Halme
  3. Eisvogel, ca. 30cm hoch, eisvogelblaue Halme
  4. Compact Blue, ca. 30cm hoch, helle, blau-grüne Halme
  5. Blauglut, ca. 25cm hoch, grau-blaue Halme

Formschnitt und Rückschnitt 

Im Herbst sollten unansehnliche Grashalme leicht zurückgeschnitten werden. Die kräftige blaue Farbe des Blauschwingels ist beim Neuaustrieb am stärksten. Daher sollte er im Frühling, vor dem Neuaustrieb bodennah zurückgeschnitten werden. 

Was sonst noch wichtig ist 

Blauschwingel können auch in Töpfen gedeihen, wenn an eine Drainage gedacht wurde, die keine Staunässe aufkommen lässt. Das Gießwasser sollte auf jeden Fall schnell abfließen können. Das Gießen mit kalkhaltigem Leitungswasser macht der Pflanze nichts aus. Die Ähren der Blauschwingel sind auch in der Floristik als Dekoration von Blumensträußen sehr beliebt. Gleichzeitig mit dem Herausschneiden einzelner Ähren wird die Selbstaussaat wirkungsvoll bekämpft. Der Blauschwingel sollte niemals zu viel Wasser bekommen oder zu viel Dünger. Das Schöne an dem blauen Ziergras ist, dass es den Menschen sehr gefällt, aber nicht den Schädlingen im Garten. Festuca glauca ist schädlingsresistent.  

Wer mit wem?

Am Rande eines Teiches, der Ort, wo in der Regel der Aushub landete, ist ein idealer Standort für den Blauschwingel. Inmitten anderer Ziergräser, wie zum Beispiel Federgras, wirkt er besonders, oder an ein Zusammenspiel mit Lavendel oder kleinen Grasnelken ist zu denken. Sehr gut eignet sich der Blauschwingel auch als Balkonbepflanzung im Herbst. Mit seiner Höhe von nur 20cm bildet das zarte Blau einen reizvollen Hintergrund.

Durch eine kreative Kombination entstehen so harmonische Pflanzengesellschaften, die für florale Glücksmomente verantwortlich sind. Wussten Sie eigentlich schon, dass Sie sich in der Gärtnerei Ihres Vertrauens auch Blumenkästen bepflanzen lassen können?  Manchmal sogar auch, wenn Sie Ihre eigenen Blumenkästen von zu Hause mitbringen und sie nicht im Geschäft gekauft haben.  

Bildquelle: Pixabay-User:in Hans

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