Der Schneeball

Der Schneeball, lat. Viburnum opulus, ist ein Zierstrauch. Er wächst pro Jahr zwischen 15cm und 30cm, erreicht eine Wuchshöhe von maximal 4 Metern, eine Breite von maximal 3 Metern und ist die ideale Sichtschutzpflanze. Seine zukünftigen Ausmaße sollten bei der Pflanzung unbedingt berücksichtigt werden. 

Die Blüten 

Die Blüten sind weiß und kugelförmig, duften sehr angenehm und sind eine echte Augenweide. Im Spätsommer trägt der Schneeball rote Beerenfrüchte, an denen sich zwar die Vögel erfreuen, die aber für den Menschen giftig sind. Die unreifen Früchte enthalten giftige Glycoside.

Was sind Glycoside? 

Glycoside dienen der Pflanze zur Abwehr von Fressfeinden. Die Pflanze speichert die Glycoside und deren abbauende Enzyme in verschiedenen Bereichen. Kommt es zu einer Beschädigung der Zellstruktur, zum Beispiel durch Raupenfraß, können die Enzyme ungehindert die Zuckerbestandteile entfernen und die toxischen Substanzen freisetzen. Beim Schneeball sind so gut wie alle Pflanzenteile giftig. Deshalb sollten bei der Gartenarbeit unbedingt Handschuhe getragen werden. Der Pflanzensaft sollte nicht mit den Schleimhäuten in Kontakt kommen oder in offene Wunden gelangen. 

Die beliebtesten Sorten des Schneeballs 

Der Kissen- Schneeball (Virburnum davidii)  

Die Pflanze wird bis zu 1m hoch und 2m breit. Die immergrüne Pflanze trägt rosa-weiße Blütendolden und gehört zur Familie der Moschuskrautgewächsen. 

Zungen-Schneeball (Virburnum rhytidophyllum)  

Diese Pflanze kann unter besten Bedingungen eine Wuchshöhe von 5 Metern erreichen. Das Laub ist auffällig groß und glänzt auf der Oberseite dunkelgrün. Die Unterseite ist bräunlich behaart. Der Zungen-Schneeball blüht zwischen Mai und Juni. Nach der weißen Blüte bilden sich rötliche Beeren, die sich im Herbst schwarz färben. 

Oster-Schneeball ( Virburnum burkwoodii) 

Die Pflanze wird bis zu 2 Meter hoch und ihre Blüten duften sehr stark.  Nach vorsichtigem Rückschnitt kann es gelingen, dass die Pflanze im Herbst noch einmal blüht. Den Namen bekam die Pflanze deshalb, weil sich ihre weißen Blüten immer um die Osterzeit öffnen. 

Standort und Pflege des Schneeballs 

Im Volksmund heißt der Schneeball nicht umsonst Wasserschneeball. Die Pflanze liebt das Wasser genauso, wie ein sonniges Plätzchen. Ein zu schattiger Platz führt dazu, dass die Pflanze alle ihre Blüten verliert, ein halbschattiger Ort verringert die Wuchsleistung. Im Frühling erwartet die Pflanze eine Kompostgabe oder Hornspäne.  

Vermehrung

Neben der Vermehrung durch Stecklinge, das sind ca. 10cm lange Triebe, die im unteren Bereich von ihren Blättern befreit wurden und in magerer Erde zur Wurzelbildung angeregt werden sollen, gibt es noch eine andere Methode. 

Sehr viele Arten des Schneeballs bilden zahlreiche Wurzelausläufer. Diese können im Frühjahr abgeschnitten und anderen Ortes wieder eingepflanzt werden. Werden die Wurzelabschnitte feucht gehalten, bildet sich aus ihnen eine neue Pflanze. Manchmal lohnt es sich auch, um die Mutterpflanze herum den Boden abzusuchen, denn oft befinden sich schon kleine Jungpflanzen dort. Kräftig gewordene Jungpflanzen können an einen neuen Standort gepflanzt werden. 

Schädlinge für den Schneeball

Trotz der Glycoside zum Eigenschutz (an anderer Stelle ausgeführt) kann die Pflanze von der Schneeballblattlaus und der schwarzen Bohnenblattlaus befallen werden. Die Anzeichen dafür sind Blattverformungen und eine ausbleibende Blüte. Auch Gallmilben und der Schneeballblattkäfer können zur Gefahr für die Pflanze werden. Als Vorbeugemaßnahme bietet sich das Spritzen der Pflanze mit einer Ackerschachtelhalmbrühe an. 

Bildquelle: Pixabay-User:in coloringcuties

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