Farne

Wer sich schon einmal mit der Steinkohle im Ruhrgebiet befasst hat, wird sie kennen. Die Abdrücke von Farnen in der Steinkohle. Vor rund 400 Millionen Jahren existierten gewaltige Wälder aus Schachtelhalmen, Bärlappgewächsen und Farnen. Sie bildeten die Grundlage unserer Steinkohlevorkommen. 

Bis heute sind ungefähr 10.300 Arten von Farnen bekannt, von denen rund 100 Arten in Europa heimisch sind. 

farne

Der Farn stellt sich vor 

  • Pflanzenfamilie: Gefäßsporenpflanzen 
  • Verbreitung: weltweit 
  • Wuchs: aufrecht, buschig 
  • Blattwerk: Wedel, einfach bis mehrfach gefiedert, sommergrün bis immergrün 
  • Blüten: keine 
  • Standort: halbschattig bis schattig 
  • Boden: locker, feucht, Humus 
  • Pflege: nicht erforderlich 
  • Vermehrung: Stecklinge, Teilung, Sporen 
  • Sonstiges: schwach giftig für Mensch und Tier 

Farne im Garten 

Der pflegeleichte Selbstversorger eignet sich für schattige Gartenecken. Farne benötigen keinen Rückschnitt und die welken, alten Blätter fallen einfach zu Boden und zersetzen sich sehr schnell. Warum genau weiß niemand, aber Schnecken und andere Schädlinge haben an der Farnpflanze kein Interesse. Den Farnen reicht ein bisschen Herbstlaub für ein üppiges Wachstum. 

Welcher Farn passt zu mir? 

Wer es nicht einheitlich grün mag, entscheidet sich vielleicht für den Tüpfelfarn (Polypodium vulgare) Der Fran hat dunkle, gefiederte Blätter und seine wintergrünen Wedel haben rote Punkte auf der Unterseite. Die Sorte ist äußerst robust und wird nur bis zu 20cm hoch. Wer es höher mag, pflanzt den Rippenfarn ( Blechnum  spicant) im Garten an. Diese Sorte wird bis zu 40cm hoch und seine eingerollten Wedel sind rötlich.

Aber in einer ganz anderen Liga spielt der Königsfarm (Osmunda regalis) Diese Farn-Art kommt nicht nur mit doppelt gefiederten und hellgrünen Wedeln daher, sondern beeindruckt durch seine Größe. Bis zu 1,50m hoch kann der Farn werden. Er liebt halbschattige und schattige Plätze mit humusreichen Böden. 

Die Toxizität von Pflanzen 

Alle Teile des Goldregens (Laburmum) sind giftig, genauso wie das Maiglöckchen. Auch einige Farnarten werden als schwach giftig klassifiziert. Darum sollten bei der Bepflanzung einige Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden. Kleinkinder sollten auf keinen Fall den Farn essen. Hunde, Katzen, Meerschweinchen und selbst Pferde können nach dem Verzehr von Farnen im schlimmsten Fall zu Tode kommen.

Werden Farnpflanzen auf der Fensterbank in einem Topf ausgestellt, sollte man auch die Hauskatze im Auge behalten, damit sie sich nicht an dem Farn zu schaffen macht. Aber bei der großen Auswahl an Farn-Arten muss ja nicht unbedingt der Adlerfarn der Favorit sein. Er gilt als der giftigste Farn der Welt, wird bis zu 2 Meter hoch und die ganze Pflanze gilt als giftig. Wenn eine Kuh oder ein Rind 500 Gramm davon essen, dann sterben sie daran.  

Der Farn gehört zum Teich 

Im Halbschatten am Ufer kommt der Farn besonders zur Geltung und verleiht der Umgebung ein geheimnisvolles Etwas. Wenn der Wind durch seine Wedel weht, rauscht es ein wenig. Der Gartenfachhandel verfügt über ein großes Sortiment an Farnen. Es sei an dieser Stelle erwähnt, dass viele einheimische Farnarten so selten geworden sind, dass sie unter Naturschutz stehen. 

Das Ausgraben von Farnen und das Einpflanzen im heimischen Garten geht in der Regel schief. Von einem Biotop ins nächste versetzt, das verträgt die Pflanze nicht. Lassen Sie sich einfach im Fachhandel davon überraschen, wie viele Sorten es an Farnen gibt, vielleicht auch welche, die Sie bisher nicht gekannt haben. 

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