Nachhaltige Immobilien: Lohnende Investitionen

Die Zukunft geht eindeutig in Richtung Nachhaltigkeit, was sich auch auf dem Immobilienmarkt bemerkbar macht. Nur grüne Immobilien gelten heute noch als zukunftssicher und wer eine Immobilie kaufen möchte, sollte diesen Aspekt berücksichtigen. Wenn heute grüne Investments auch noch vom Angebot getrieben sind, wird sich der Markt in Zukunft stärker dahingehend orientieren. Nachhaltige Kapitalanlagen sind schon jetzt im Trend, Prognosen zeigen, dass in den nächsten Jahrzehnten eine Stabilisierung dieser Wandlung erfolgen wird.

Trend oder Zukunft – wie Nachhaltigkeit den Immobilienmarkt beeinflusst

Wohnen und Leben sind die existenziellen Grundlagen der menschlichen Spezies und der Trend geht klar zum Eigenheim. Mietwohnungen werden immer teurer, der Platz bleibt begrenzt. Wer investieren kann, tut es, und zwar primär nachhaltig. In den letzten Jahrzehnten gab es immer wieder Trends, die nach einer Weile wieder abgeflaut sind. Nachhaltigkeit wird zwar stellenweise noch immer als Trend bezeichnet, ein Abflauen ist hier aber nicht zu erwarten. Viel zu stark ist die globale Veränderung, viel zu deutlich dringt die Veränderung in alle denkbaren Lebensbereiche ein.

Ein wichtiger Fokus liegt auf der Immobilienbranche, denn Neubauten fordern ein hohes Maß an Ressourcen, die sinnvoll verwendet werden müssen. Werden neue Gebäude geplant, ist die Langfristigkeit ein wichtiges Thema. Die große Aufgabe beim Investment ist es, darauf zu achten, dass ökologische, ökonomische und gesellschaftliche Standpunkte erkannt und umgesetzt werden. Durch ständige Optimierung schafft es die moderne Architektur, langfristig Bauwerke zu schaffen, die sich als nachhaltig, funktionell und langlebig erweisen.

Die wichtigsten Ansprüche an eine nachhaltige Immobilie

Schon heute wollen drei von vier Deutschen nachhaltiger leben, sie verzichten auf Kunststoff, sie informieren sich über ihre Einkäufe, sie verändern ihr Leben. Für die Immobilienbranche sind die Herausforderungen größer, denn zahlreiche Immobilien sind bereits existent, können nicht neu gebaut, sondern maximal umgerüstet werden. Der große Anspruch der Nachhaltigkeit liegt jetzt bei den Architekten, die sich zahlreichen Neuerungen stellen müssen. Dabei ergeben sich vielfältige Kriterien, die nachhaltige Gebäude auszeichnen:

  • Leben im Alter: Der demografische Wandel ist nicht aufzuhalten, die Menschen werden älter, der Schwerpunkt einer Generation 60 + nimmt zu. Entsprechend wichtig ist es, die Bedürfnisse der älteren Zielgruppe zu ermitteln und durch barrierefreie und geeignete Wohnkonzepte ein selbstständiges Leben zu ermöglichen.
  • Optimierung im Bereich Energie: Die Preise für Rohstoffe steigen kontinuierlich an und mit ihnen die Nebenkosten der Immobilie. Durch nachhaltige Architektur und die Verwendung von erneuerbaren Energien wird der Mehrwert einer Immobilie gesteigert und der Kostenfaktor langfristig gesenkt.
  • Der Gesundheitsfaktor: Schadstoffe wie Asbest lauern noch heute in alten Gebäuden und stellen eine nicht zu unterschätzende Gesundheitsgefahr dar. Beim nachhaltigen Bau geht es nicht nur um Energieeffizienz, sondern auch um die Schaffung optimaler raumklimatischer Bedingungen und absoluter Schadstofffreiheit.
  • Lebenszyklen von Gebäuden: Im Sinne der nachhaltigen Architektur darf auch der beschleunigte Fortschritt nicht außer Acht gelassen werden. Insbesondere bei gewerblichen, aber auch bei privaten Immobilien ist daher nicht nur eine flexible Nutzbarkeit wichtig, sondern auch die Rückbaubarkeit im Falle der Nichtmehrnutzung.

CO₂-Emissionen spielen eine wichtige Rolle beim Thema Nachhaltigkeit

Das Thema Nachhaltigkeit wird in der Immobilienbranche zwar verstärkt wahrgenommen, doch noch heute fehlt vielen Kapitalanlegern eine Definition dessen, was dieser Begriff in der modernen Architektur überhaupt bedeutet. Die Zertifizierung des Gebäudes gilt als erster wichtiger Schritt und bietet Investoren die Möglichkeit, effiziente Vergleiche zu ziehen. Doch einen Standard für grüne und damit nachhaltige Immobilien gibt es bis dazu nicht.

Internationale und nationale Regularien in den Punkten Energie und Klimaschutz können allerdings einen ersten Anhaltspunkt liefern. Mit dem Pariser Klimaabkommen wurde 2015 beispielsweise festgelegt, dass in Deutschland eine Reduktion des CO₂-Ausstoßes um 90 Prozent erfolgen muss. Zieldatum hierfür ist das Jahr 2050. Die Immobilienbranche, respektive der Gebäudesektor verursacht in Deutschland etwa ein Drittel der gesamten verzeichneten Emissionen.

Um das Ganze zahlentechnisch zu verdeutlichen, ist es bis zum Jahr 2030 erforderlich, dass die entstehenden CO₂-Emissionen durch Gebäude von aktuell 119 Millionen auf höchstens 72 Millionen Tonnen reduziert werden. Bis zum Jahr 2050 dürfen moderne und grüne Gebäude höchstens 14 Kilogramm Treibhausgase ausstoßen, Stand 2022 liegt der aktuelle Wert noch bei 94 Kilogramm.

Schon anhand dieser Zahlen ist ersichtlich, dass es sich beim nachhaltigen Immobilienbau nicht um einen Trend, sondern um einen nötigen Schritt in die Zukunft handelt. Wer heute investieren möchte, muss auf zukunftsträchtige Gebäude setzen, die nach modernsten ökologischen Gesichtspunkten erbaut wurden.

Kapitalinvestments in nachhaltige Immobilien sind vielversprechend

Eine Anlageentscheidung muss grundsätzlich sorgfältig getroffen werden, da sie langfristig getätigt wird. Es hat sich gezeigt, dass im Immobiliensektor vermehrt Entscheidungen für grüne Immobilien, unter Berücksichtigung von sozialen und ethischen Kriterien getroffen werden. Nach wie vor steckt aber ein kapitalistischer Gedanke dahinter, denn die Prognosen gehen in Richtung Wertsteigerung für grüne Immobilien.

Viele grüne Gebäude werden von staatlicher Seite subventioniert. Hinzu kommt, dass eine stärker werdende Nachfrage zu verzeichnen ist und somit kein Leerstand zu befürchten ist. Anders sieht es bei Gebäuden aus, die nicht den modernen Gesichtspunkten der Nachhaltigkeit entsprechen und spätestens 2050 nicht mehr den Bedürfnissen einer CO₂-armen Umwelt dienlich sind. Spätestens zu diesem Zeitpunkt müssen sich Immobilienbesitzer mit einer Umrüstung auseinandersetzen, sodass ein jetziges Investment in ein nicht-nachhaltiges Gebäude wenig lohnt.

Nicht zu vergessen ist außerdem ein persönlicher Nutzenaspekt. Mieter, die sich für nachhaltige Immobilien interessieren, sind statistisch gesehen gebildeter und solventer, setzen sich aktiver mit der aktuellen Politik auseinander und werden als „angenehme“ Mieter wahrgenommen.

Die verschiedenen Aspekte der Nachhaltigkeit bei Immobilien

Die Unternehmenskultur legt fest, was von einem Konzern als grün oder nachhaltig empfunden wird. In der Immobilienbranche werden die Ziele zu einem großen Teil von unternehmerischem Denken geleitet, aber dennoch erfüllt. Vielfach wird der deutsche Nachhaltigkeitskodex als Richtlinie herangezogen, einige Firmen nutzen außerdem einen individuellen Ethikkodex.

Es darf nicht außer Acht gelassen werden, dass die Forcierung auf grüne Gebäude in der Immobilienbranche auch dem Konkurrenzdruck geschuldet ist. Als wichtiger Wettbewerbsfaktor zwingt der steigende Bedarf die Branche dazu, auf neue Werte zu achten und nachhaltiger zu bauen.

Die Trias Ökonomie, Ökologie und soziale Aspekte stehen klar im Fokus. Einerseits müssen Denkmalschutz und Baukultur beachtet werden, andererseits geht es um den Schutz von Vermögen sowie optimierte Baunutzungskosten. Ein dritter, ganz entscheidender Faktor ist dann noch das klimaneutrale Bauen nach ökologischen Kriterien. Keine einfache Aufgabe für die Immobilienbranche.

Bildquelle: Unsplash-User CHUTTERSNAP

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