Der Storchschnabel

Der Storchschnabel, botanischer Name Geranium, gehört dem Storchschnabelgewächse (Geraniaceae) an und ist auch bekannt als Geranie, Gottesgab, Blutröschen, Hühnerwurz oder Ruprechtskraut. Der Name bezieht sich auf den Fruchtstand der Art zurück, der eine schnabelartige Form besitzt. Gèranos ist das altgriechische Wort für den Kranich. 

Die Pflanzenfamilie

Die Familie der Storchschnäbel umfasst circa 400 verschiedene Arten und eine fast noch einmal so große Anzahl von neu gezüchteten Arten. Sie sind mit den uns bekannten Balkonblumen, den Geranien (Pelargonium) eng verwandt. Storchenschnäbel wachsen weltweit, sind meist einjährige Pflanzen, selten zweijährig und nur als Staude mehrjährig. Sowohl in der Arktis als auch in der Antarktis sind Storchschnäbelgewächse anzutreffen 

Die Wuchshöhe der Storchschnäbel 

Abhängig von der Art werden Storchschnäbel zwischen 15 und 70cm hoch. Sie wachsen mehr in die Breite als in die Höhe. Die Pflanzen sind oft an Blatt, Blütenkelch und Stängel behaart. Einige, besonders mehrjährige Arten sind immergrün, andere zeigen im Herbst eine großartige Laubfärbung in orange, gelb und rot.

Die Blüte  

Die Blüte des Storchschnabels ist rund, fünfzählig und hat zehn Staubgefäße. Die Blüten sitzen einzeln oder auch mal zu zweit auf dem Blütenstiel. Die Blütezeit des Storchschnabels variiert nach Art und Gattung sehr stark. Sie kann im April beginnen und bis in den Oktober andauern. Viele Arten des Storchschnabels blühen monatelang. Bei zeitigem Rückschnitt können manche Sorten eine zweite Blüte ausbilden. Besonders langanhaltende Blüher sind der Aschgraue Storchschnabel (Geranium cinereum) und der Sumpf-Storchschnabel (Geranium palustre). 

Die Samen 

Die Samen des Storchschnabels bilden sich in den schnabelförmigen Spaltfrüchten, die nach der Reifung des Samens aufplatzen und die Samen meterweit wegschleudern. Wenn die Samen auf einen Rasen treffen, können sie zu ungeliebtem Kraut werden, denn sie sind für einen Rasenmäher zu niedrig. Das Ausstechen der Storchschnäbel vor der Samenreife unterbindet die ungewünschte Verbreitung der Pflanze.  

Ideal für den pflegeleichten Garten 

Die Storchschnabelgewächse sind mit ihrer Anspruchslosigkeit kaum zu überbieten. Die Pflanzen wachsen sogar im Schatten und lassen sich hervorragend als Bodendecker einsetzen, um den Wuchs der Wildkräuter (umgangssprachlich: Unkraut) einzudämmen. Die Pflanze ist so ungiftig, dass einige Sorten wie der Zwerg Storchschnabel, der Berg Storchschnabel und der Wiesen Storchschnabel sogar zu den Futterpflanzen gehören, mit denen Kaninchen gefüttert werden können. Sind Sie noch auf der Suche nach Möglichkeiten, Ihren Garten schöner zu gestalten, finden Sie hier einen Beitrag, mit dem Sie die richtigen Accessoires finden können. 

Storchschnabel Geranie

Der Storchschnabel jetzt 

Die heutzutage vorherrschende Sorte der Pflanzen in deutschen Gärten ist die Hybride Geranium magnificum, großblütig, starkwüchsig und mit purpurvioletten Blüten ausgestattet. Botaniker gehen davon aus, dass diese Sorte im Jahr 1871 in einem botanischen Garten in Genf herangezüchtet wurde. Eine andere Art, der Balkan Storchschnabel, ist aus dem heutigen Stadtbild nicht mehr wegzudenken. Die 1571 erstmals erwähnte Pflanze wird unter die Straßenbäume gepflanzt. Die Pflanze verträgt einen schattigen Platz, duftet intensiv, wird daher nicht verbissen und hält Hunde fern.  

Die Vermehrung 

Die Vermehrung kann durch Samen erfolgen, durch Teilung und bei einigen Arten auch durch Stecklinge. Sie werden, nachdem die unteren Blätter entfernt wurden, in eine Anzuchterde gesteckt gut gewässert und an einen hellen Ort gebracht. Wenn keine Anzuchterde verfügbar ist, werden die Stecklinge in ein mit Wasser gefülltes Glas gegeben. Wenn das Wasser alle zwei Tage gewechselt wird, wird sich nach einer Weile die Wurzelbildung einstellen.  

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