Unterschied zwischen Immobilienmakler und Immobilienberater

Ich habe vor wenigen Tagen etwas über das Immobiliengeschäft gelernt. Seit Jahren schreiben wir über den Alltag von Immobilienmaklern, aber der Immobilienberater kam hier bislang zu kurz. Der Grund dafür ist, dass ich von dem Unterschied zwischen einem Immobilienmakler und einem Immobilienberater nichts wusste. Erst im Gespräch mit Lukas Leyener, dem Gründer einer Immobilienagentur aus Essen, habe ich erfahren, dass die Immobilienberatung meistens dann aufgesucht wird, wenn die Kontaktaufnahme zu einem Maklerbüro in Planung ist. Dies bedeutet, dass Immobilienbesitzer den Immobilienberater kontaktieren, wenn der Verkauf einer Immobilie ansteht.

Es geht bei der Immobilienberatung nicht darum, dass eine Immobilie schnell und zum Bestpreis verkauf wird, sondern um eine Einschätzung des Potentials einer Immobilie. Der schnelle Verkauf ist nicht immer der lukrativste Weg für einen Immobilienbesitzer. Häufig können viel höhere Preise erzielt werden, wenn das Potential einer Immobilie vollständig ausgeschöpft wurde und eine langfristige Strategie für die Nutzung und Benutzung vorliegt.

Die Aufgabe einer professionellen Immobilienberatung

Egal ob Ankauf, Verkauf oder Besitz von Immobilien, die Herausforderungen sind stets vielseitig. Der Wert einer Immobilie steht meistens im Vordergrund, denn die Immobilie ist häufig ein Renditeobjekt. Ein Immobilienberater sorgt sich um alle Parteien, wie den Besitzern, den Mietern und den Investoren bei größeren Immobilienprojekten. Er fungiert als Projektentwickler mit dem Ziel für alle Parteien das bestmöglichste aus der Immobilie zu machen.

Eine Wertsteigerung der Immobilie erfolgt zum Beispiel auch dann, wenn das Lebensgefühl als Mieter ein hohes Niveau hat. Bei diesem Gedanken spielt die Investitionsbereitschaft von Immobilienbesitzern eine große Rolle, denn nur mit einem langfristigen Konzept kann Ihre Immobilie die aktuellen Trends auf dem Markt mitgehen. Moderne Wohnkonzepte, Integration der Möglichkeiten aus der Digitalisierung, Anpassung an verschiedenen Zielgruppen und die Auseinandersetzung mit den gegebenen lokalen Standortfaktoren bestimmen den Erfolg eines Investments in eine Immobilie.

Immobilienberater entwickelt Strategien und Konzepte

Der Immobilienberater beschäftigt sich mit allen Facetten einer Immobilie, so dass auch die Werterhaltung, die Reparaturen und die Instandsetzungen von diesem geregelt werden. Eine Immobilienagentur spezialisiert sich eben auf alle Aufgabenbereiche einer Immobilie und arbeitet mit einem Netzwerk aus Immobilienberatern, Immobilienmakler, Architekten, Projektentwicklern, Hausmeisterservices, Handwerkern und anderen benötigten Gewerken zusammen, um in allen Bereichen einer Immobilie beistehen zu können. Der Immobilienmarkt ist heiß begehrt, aber bei all den Preisentwicklungen ist ein professioneller und erfahrener Überblick wichtig, um eben kein Potenzial zu verschenken.

Wenn Sie als Immobilienankäufer nur den Preis im Blick haben und schnell mit dem Weiterverkauf eine hohe Rendite erzielen wollen, dann mag dies für ein kurzfristiges Geschäft lohnenswert sein, doch am Ende zieht derjenige den größten Profit aus Ihrer Immobilie, der sich mit all den Möglichkeiten beschäftigt.

Immobilienagentur mit dem Full-Service-Anspruch

Wenn eine Immobilie bewirtschaftet werden muss, dann kann die Beauftragung einer Immobilienagentur der richtige Schritt sein. Wenn Sie als Immobilien-Investor aus der Ferne die Entwicklung ihres Investments beobachten wollen, dann lassen Sie eine spezialisierte Agentur mit und für diese Immobilie arbeiten. Die Immobilienberatung ist eine Teildisziplin in der Immobilienbranche, aber die Immobilienberater sind wichtige Schlüsselfiguren und Verbindungsstücke zu allen Beteiligten. Ich bin sehr gespannt die Entwicklung der Immobilienagentur begleiten und beobachten zu können, denn der Ansatz ist für mich einleuchtend und ist nur die logische Konsequenz bei den verrückten Entwicklungen auf dem Immobilienmarkt.

Immobilienberater und Immobilienmakler

Potenzialanalyse für Immobilien durch einen Immobilienberater

Der Immobilienmakler ist ein klassischer Dienstleister

Die Überschrift soll nicht despektierlich klingen, denn in vielen Fällen vermischt sich heute der Immobilienmakler mit dem Immobilienberater. Das allgemeine Bild des Immobilienmaklers ist, dass wenn wir eine spezielle Immobilie suchen oder verkaufen wollen, dann nehmen wir die Hilfe eines Immobilienmaklers in Anspruch. Dieser macht sich dann auf die Suche nach passenden Immobilien und Käufer*innen, begleitet und durch den Prozess und bekommt am Ende eine Maklerprovision. Es ist natürlich völlig einleuchtend, dass durch die Nähe zum Markt und der Tatsache, dass du als Immobilienmakler immer mal wieder interessante Immobilien angeboten bekommst, du irgendwann selbst in Immobilien investierst, weil du die Region, die Entwicklungen und den Immobilienmarkt kennst.

Aktuell ist der Immobilienmarkt so heiß umkämpft, dass es den meisten Immobilienmaklers nur um den Ankauf von Immobilien geht, weil der Verkauf heute keine Herausforderung mehr darstellt. Jeder kann aktuell seine Immobilie zu hohen Preisen verkaufen.

Makler kauft die Immobilie selbst

In meiner Familie kam es vor einiger Zeit zu einem Immobilienverkauf. Das Angebot kam von dem Immobilienmakler selbst und stellte sich im Nachhinein als großer Fehler heraus. Der Immobilienmakler ist auch als Investor und Immobilienankäufer tätig und hat in der Immobilie ein großes Potenzial gesehen. Nach all den Jahren ist die Immobilie zwar noch unverändert, aber die Mieten wurden angepasst und das Grundstück gewinnt von Jahr zu Jahr an Wert. Er kann es sich leisten die Immobilie im Bestand zu halten, um entweder in ein paar Jahren ein neues Projekt daraus zu machen oder diese als Mietobjekt gewinnbringend zu behalten. Wenn ein Immobilienmakler aufgesucht wird, um eine Immobilie bestmöglich zu verkaufen, dieser aber sofort selbst daran Interesse zeigt, dann sollte uns dies direkt zu einer Immobilienagentur führen.

Wenn der Makler in die Immobilie investiert, dann verspricht er sich einen höheren Gewinn als durch seine Provision. Wenn dieser also mit seinem Wissen bereits ist die Immobilie anzukaufen, dass sollten Sie als Immobilienbesitzer unbedingt eine gründliche Potentialanalyse durchführen lassen.

Schnelles Geld oder langfristige Projektentwicklung

Der Verkauf von Immobilien gegen eine Provision ist eine weitere Teildisziplin der Immobilienbranche, aber natürlich befindet sich auch das Wohnen im Wandel. Neue Immobilienprojekte befassen sich demnächst auch schon mit den aus der Corona-Pandemie hervorgegangenen Herausforderungen, mit der immer älter werdenden Gesellschaft in Bezug auf die Barrierefreiheit oder vernetzen ganze Bauprojekte untereinander. Es gibt so viele Konzepte und Modelle für das Wohnen in der Zukunft, so dass ich die Immobilienberatung als wichtiger Baustein dieser Branche herausgearbeitet habe.

Schon Erfahrungen mit einem Immobilienberater gehabt, dann schreibt uns diese gerne in die Kommentare. Wir freuen uns auf Feedback und Anregungen für neue Beiträge.

 

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Eine Antwort

  1. Tyler Padleton sagt:

    Danke für diese Erklärung der Unterschiede zwischen Immobilienmakler und Immobilienberater. Ich interessiere mich gerade für das Thema, da mein Bruder eine Immobilie kaufen möchte und dementsprechend noch Beratung sucht. Interessant, dass eine Wertsteigerung der Immobilie zum Beispiel auch dann erfolgt, wenn das Lebensgefühl als Mieter ein hohes Niveau hat.

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