Vermietung innerhalb der Familie

Als Besitzer einer Immobilie mit zu vermietenden Wohnungen oder gar ein zu vermietendes Haus ist immer auf der Suche nach passenden Mietern und strebt eine Vollvermietung an. Eine Vollvermietung bedeutet, dass die Mieteinnahmen vollständig gesichert sind und sich eine Immobilie finanziert oder eben rechnet. Auf der Suche nach geeigneten Mietern können wir viele Wege gehen, aber manchmal kann es vorkommen, dass es innerhalb der Familie einen Suchenden gibt, der gerne in Ihre Immobilie ziehen wird. Leider haben die letzten Jahre gezeigt, dass es nicht immer sinnvoll ist in der Familie ein Mietverhältnis einzugehen. Das Thema „Geld“ ist nicht nur einer der häufigsten Gründe von Trennungen und Scheidungen, sondern auch in vielen anderen Arten von Beziehungen ein brenzliger Streitpunkt, der immer wieder zu Schwierigkeiten führt. Die Vermietung einer Immobilie sollte daher immer auf die gleiche Art und Weise abgewickelt werden und als Geschäft angesehen werden, so dass auch hier die Trennung von geschäftlichen und privaten Belangen vollzogen werden muss.

Streitpunkte innerhalb eines Mietverhältnisses

Renovierungen und Instandhaltungen

Eine Immobilie kommt eben auch mal in die Jahre und benötigt Reparaturen, die ein Vermieter zu einem Teil an seine Mieter weitergeben kann. Schon spielt das liebe alte Geld wieder eine Rolle und derartige Verhandlungen können in einem Streit enden. Es gibt zeitliche Abstände, da muss ein Mieter bestimmte Dinge in einem Mietobjekt erneuern, wie zum Beispiel das Streichen von Wänden, Türen und Heizkörper. Derartige Schönheitsreparaturen darf der Vermieter an den Mieter weiterreichen, aber immer wieder gibt es auch in klaren Rechtssprechungen große Unstimmigkeiten.

Mieterhöhungen und Nebenkostenabrechnungen

Sowohl als Mieter als auch Vermieter bin ich über die ansteigenden Nebenkosten erschrocken und erst dieses Jahr musste ich eine Erhöhung der Miete und Nebenkosten über mich ergehen lassen, aber die Kosten steigen. Mieterhöhungen werden gesetzlich reguliert, aber eine Mieterhöhung in bestimmten zeitlichen Abständen steht dem Vermieter zu und warum sollte er darauf gegenüber einem Familienmitglied verzichten?

Verkauf von Immobilien

Bei dem Hausverkauf aus irgendwelchen Gründen, wie finanzielle, berufliche oder private, geht das Mietverhältnis an den Hauskäufer. über. Sprich das familiäre Mietverhältnis endet auf diesem Weg und das Familienmitglied muss mit dem neuen Käufer verhandeln. Spätestens dann werden Mieterhöhungen angepasst, falls es vorher Absprachen innerhalb der Familie gab. Eine familiäre Verbundenheit bedeutet halt nicht, dass ein lebenslanges Mietrecht besteht.

Familien gehen wegen Geld kaputt

Das Sprichwort „Blut ist dicker als Wasser“ sollte um den Faktor „Geld“ leider erweitert werden, denn bei Geld verändern sich spontan bekannte Verhaltensmuster und da ist es egal ob es sich um einen Bekannten, Freund oder eben um ein Familienmitglied handelt.  Bei Geld drehen die Menschen durch und vergessen den Unterschied zwischen Gut und Böse oder vergessen jedes Gespür von Moral und Recht. Wenn du plötzlich einen Brief von einem Anwalt im Briefkasten hast und von einem Familienmitglied verklagt wirst, dann musst du dich dieser Situation stellen. Ich handhabe es privat und beruflich komplett gleich, denn sobald eine Partei einen Anwalt einschaltet, möchte ich mit dieser Person keinen Kontakt mehr haben oder breche jede Art von geschäftlicher Beziehung sofort an. Dies geht soweit, dass ich bereits bei der Drohung mit einem Anwalt den Kontakt sofort einstelle. Bei der Vermietung der eigenen Immobilie hängt vieles zusammen, egal ob die Immobilie finanziert wird oder die eigene Rente absichern soll. Daher sollten Sie hier einfach kein Risiko eingehen.

Tipps für Vermieter

Natürlich verallgemeinere ich nun nicht alle Familien und es gibt auch Mietverhältnisse zwischen Familien, die ein Leben lang halten. Auch ich wohne seit Jahren zur Miete bei meinen Eltern und beende in diesem Jahr das Verhältnis mit allen Verpflichtungen, wie Reinigung, Renovierungen und Kündigungsfristen. Aber meine persönliche Geschichte hat auch die Schattenseite dieses Themas aufgezeigt, so dass ich hier einige Tipps für Vermieter aufzählen kann.

Keine Sonderbehandlung für Familienmitglieder

Setzen Sie den Mietvertrag bei einem Familienmitglied auf die gleiche Weise auf, wie Sie es auch bei jedem anderen Mieter machen. Ein wasserfester Mietvertrag ist ein gültiges Dokument, welches Sie im schlimmsten Fall von jeder Behauptung über sonstige oder mündliche Absprachen freisprechen wird.

Verzichten Sie auf mündliche Absprachen bei der Vermietung

Zugeständnisse, Versprechungen und Absprachen auf der Ebene der mündlichen Kommunikation sind nicht hilfreich für ein sauberes und funktionierendes Mietverhältnis. Halten Sie Absprachen detailliert fest. Dies gilt für jede Art von Mietverhältnis.

Auch Familienmitglieder haben eine Kaution zu zahlen

Natürlich ist eine Mietkaution eine Sicherheit für Mietausfälle oder Schäden an der Immobilie, aber Sie nehmen von jedem Mieter eine angebrachte Kaution und machen am besten auch bei Familienmitgliedern keine Ausnahme. Sie müssen auch in einem Mitglied aus der Familie ab sofort einen Mieter sehen und das geschäftliche vom privaten strikt trennen.

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