Wärmedämmung | Weniger Heizkosten, mehr Gemütlichkeit

Der Herbst ist da – Zeit die Heizung so richtig aufzudrehen. Gerade im zugigen Altbau kann die Raumtemperatur schnell unter 18 Grad sinken. Neue Fenster, am besten mit Dreifachverglasung, können einen großen Effekt aufs Raumklima haben und helfen die Wärme im Haus zu halten. Aber eine umfassende Wärmedämmung sorgt dafür, dass sich Bewohner und Portemonnaie rundum wohlfühlen.

Natürlich sind die Investitionskosten hoch, aber die Einspareffekte gewaltig: Über 70 Prozent weniger Heizkosten können innerhalb von zehn Jahren auf der Rechnung stehen! Doch welche Methode passt für das Objekt? Platten, Matten oder Einblasdämmung? Welches Baumaterial für die Sanierung eignet sich am besten?

Den Altbau nachträglich dämmen

Bei der Einblasdämmung wird loses Dämmmaterial in die vorhandenen Hohlräume geblasen (ein Zentimeter Höhe reicht). So kann es schnell und praktisch auch im Altbau deutlich wärmer werden, denn es ist kein Innenausbau oder eine Renovierung der Fassade nötig. Auch kostentechnisch ist diese Methode von Vorteil: Im Gegensatz zu Dämmplatten muss das Material nicht vermessen oder angepasst werden, sodass es keinen Verschnitt gibt und die eingekaufte Menge optimal genutzt werden kann. Das Dämmmaterial sollte natürlich keine Schadstoffe durch die Wandverschalung in den Wohnraum abgeben und sollte darum mit besonderer Sorgfalt ausgesucht und nicht nur auf den Preis geachtet werden. Die Arbeit erledigen am besten Profis, denn die Einblasmaschinen sind komplex. Es bedarf einiger Übung, um eine durchgehende Dämmschicht anzufertigen, sodass keine Lücken entstehen und keine Wärme entweichen kann.

Neubau – Wärmedämmung wird mitgedacht

Wer heute baut, beschäftigt sich natürlich umfassend mit dem Thema Wärmedämmung. Für den Neubau ist meist gar keine separate Wärmedämmung mehr nötig, da es eine Vielzahl an Wärmedämmziegeln gibt. Diese bestehen meist aus Ton oder Leichtbeton und haben innen eine Füllung. Unterschiedlichste Stoffe in den Ziegeln wie Mineralwolle, Holzfasern oder Perlite sorgen dafür, dass der Wärmeleitwert möglichst niedrig ist. So können die für jeden Neubau gültigen EnEV-Anforderungen platzsparend erfüllt werden, da die Wände dünner sind. Somit sinken auch die Baukosten, da insgesamt weniger Baumaterial verwendet wird. Dämmziegel haben weitere Vorteile, denn sie sorgen zusätzlich für einen hohen Schall- und Brandschutz.

Abgerechnet wird zum Schluss

Für die Sanierungskosten kann jeder Bauherr staatliche Förderung beantragen. Neben der bereits erwähnten Heizkostenabrechnung, die nach der Sanierung deutlich niedriger ist, sind auch die steuerlichen Vorteile nicht zu verachten. So können Vermieter die Investitionen in der Steuererklärung geltend machen. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Kosten als Erhaltungsaufwendungen und nicht als Herstellungskosten angeführt werden. Eigenheimbesitzer können ebenfalls profitieren, denn Kosten für Material und Umbau können in der Einkommenssteuererklärung angegeben werden. Das lohnt sich, denn 20 Prozent von bis zu 6000 Euro Renovierungskosten im Jahr können von der Steuerschuld abgezogen werden.

Bildquelle: Pixabay-User stevepb

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